

Hier ein Stück Schokolade, da ein Gummibärchen – manchmal kann und möchte man der süßen Verführung einfach nicht widerstehen. Das ist völlig normal. Können Naschkatzen also aufatmen? Nicht ganz. Wie bei so vielem gilt auch beim Zucker: Die Menge macht das Gift. Wir erklären dir, wieso es nicht nur beim Abnehmen sinnvoll ist, seinen Zuckerkonsum zu reduzieren, wie Zuckerfasten funktioniert und welche Tricks gegen Heißhunger helfen.

Biochemisch gesehen gehört Zucker zur Stoffklasse der Kohlenhydrate, die unserem Körper Energie liefern und essentiell für viele Stoffwechselprozesse sind. Kohlenhydrate können unterschiedlich aufgebaut sein. Zu den Einfachzuckern (Monosaccharide) zählen beispielsweise Fruchtzucker (Fruktose) und Traubenzucker (Glucose). Verbinden sich zwei Einfachzucker, entstehen Zweifachzucker (Disaccharide) – unter anderem auch unser herkömmlicher Haushaltszucker. Mehrfachzucker (Polysaccharide) sind lange Ketten von Einfachzuckern. Dazu zählen beispielsweise Kartoffelstärke oder Zellulose.

Unsere Antwort lautet: Nein, ABER. Kaum ein Nahrungsmittel ist per se schlecht. Wie bei so vielem gilt auch hier: Die Menge macht das Gift. Wie bereits erklärt, sind Kohlenhydrate ein wichtiger Energielieferant für unseren Körper. Ernährungsratgeber empfehlen, etwa die Hälfte des täglichen Energiebedarfs über Kohlenhydrate abzudecken, maximal 10% über Zucker im Speziellen.
Da unser Körper lediglich Einfachzucker verwerten kann, beginnt bereits im Mund die Aufspaltung von Mehrfachzuckern aus der Nahrung zu Glucose, die Körper und Organe mit Energie versorgt. Im Gehirn stimuliert Zucker unser Belohnungszentrum – wir fühlen uns zufrieden. Ein Teil der Glucose wird in Muskeln und Leber als Speicherzucker, dem Glykogen, angelegt. Die überschüssige Glucose wird zu Körperfett umgewandelt.
Ab diesem Punkt ist Vorsicht geboten: Nehmen wir über unseren täglichen Bedarf hinaus zu viel Zucker zu uns, können die zusätzlichen Fettreserven zu Übergewicht, Adipositas und weiteren Begleiterkrankungen, wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen führen. Auch Darmstörungen, Gicht oder Karies können die Folgen sein. Was also tun?
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Die WHO empfiehlt, nicht mehr als 25 Gramm Zucker täglich zu sich zu nehmen. Leider liegt ein Großteil der westlichen Weltbevölkerung über diesem Richtwert. Sugar Detox oder Zuckerfasten bedeutet, Lebensmittel mit Zucker(-zusatz) aktiv vom Speiseplan zu streichen und zeitweise zuckerfrei zu leben.
Wenn du also mehr auf deinen Zuckerkonsum achten möchtest, haben wir hier ein paar hilfreiche Tipps für dich:

Wenn du die obenstehenden Tricks anwendest und deinen Zuckerkonsum nachhaltig reduzierst, wirst du bald positive Veränderungen feststellen, zum Beispiel …
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Du siehst, es gibt gute Gründe, den eigenen Zuckerkonsum zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reduzieren. Bedenke aber stets: Eine Ernährungsumstellung passiert nicht über Nacht. Gib dir selbst und deinem Körper Zeit, sich an den neuen Speiseplan zu gewöhnen. Kleinere Steps sind meist realistischer und nachhaltiger als “Ganz oder gar nicht”-Ansätze.
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