
“It is simple, but not easy.” – Bryan Kest
Yoga ist uralt und trotzdem immer noch sehr beliebt und weit verbreitet. Laut dem Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) machen aktuell über 2,6 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Yoga. Das ist nicht verwunderlich, denn Stress wird zunehmend zu einem gesellschaftlichen Problem und die beruhigende und ausgleichende Wirkung von Yoga ist ideal für gestresste Menschen. Hier sind wichtige Tipps rund um das Thema Yoga für Einsteiger.

Obwohl der positive Nutzen von Yoga für die Gesundheit in unzähligen Studien nachgewiesen wurde, scheuen sich gerade Sporteinsteiger oft davor, Yoga auszuprobieren. Viele denken bei Yoga sofort an Räucherstäbchen, abenteuerliche Verrenkungen und Om-Gesänge – und das nicht ganz zu Unrecht. Meine erste Yoga-Erfahrung ging genau in diese Richtung. Es wurden alle gängigen Klischees bedient: Ich sollte Mantras singen und unangenehm lange in statischen Posen ausharren – von körperlicher Herausforderungen oder entspannenden Effekten keine Spur. Schade eigentlich, denn Yoga tut wirklich gut. Viele Yoga-Stellungen sind nicht nur effektives Training, sondern auch für Einsteiger super geeignet. Mittlerweile bin ich nach vielen positiven Erfahrungen absolut überzeugt vom Nutzen des Yoga-Trainings für Körper und Geist. Was Yoga ausmacht, was es Dir bringt und warum Du Dich auch als Einsteiger an Yoga-Übungen herantrauen solltest, erfährst Du in diesem Artikel.
Die Wurzeln des Yogas liegen in Indien. Das Wort Yoga kommt aus dem indischen Sanskrit und bedeutet soviel wie Einheit oder Harmonie. Yoga ist eine philosophische Lehre, zu der sowohl geistige als auch körperliche Übungen gehören. Es gibt viele verschiedene Formen des Yogas, jede mit ihrer eigenen Philosophie und Praxis. Bei uns im Westen stehen vor allem die Körperübungen, die sogenannten Asanas im Mittelpunkt. Die Asanas verbessern Deine Kraft, Flexibilität und Dein Gleichgewicht. Zu einer Yoga-Stunde gehören neben den Asanas auch Tiefenentspannung, Atemübungen und Meditation. Ziel beim Yoga ist es Körper, Geist, Seele und Atem in Einklang zu bringen.
Yoga ist also mehr als nur körperliches Training. Es ist vielmehr ein kompletter Lifestyle, der weit mehr beinhaltet als einfach nur ein Fitness-Training. Yoga-Übungen werden immer öfter, losgelöst von ihrem philosophischen Background, aufgrund Ihrer positiven Auswirkungen auf die Gesundheit im Fitness-Bereich verwendet. Fast alle Kurskonzepte im Body-&-Mind-Sektor beinhalten Yoga-Elemente.
Neben den uralten traditionellen Formen entwickeln sich ständig neue Yoga-Stile mit hunderten verschiedener Asanas. Welcher Yoga-Stil der richtige für Dich ist, hängt von Deinen individuellen Vorlieben, Zielen und körperlichen Voraussetzungen ab.
Für Anfänger ist Hatha Yoga am besten geeignet. Im Vergleich zu Ashtanga und Vinyasa Yoga, die deutlich mehr Tempo und Flow haben, ist Hatha Yoga verhältnismäßig ruhig.
Das Schöne an Yoga ist, dass Du Dein wichtigstes Trainingsgerät immer dabei hast: deinen Körper. Du kannst Deine Übungen überall ausführen: im Yoga-Studio, zu Hause, im Park, am Strand. Auch auf die richtigen Klamotten kommt es an, wie die Gymondo Yoga-Lehrerin Michaela Weller weiß:
“Du brauchst für Yoga außerdem bequeme Kleidung. Nichts ist unangenehmer als eine zwickende Hose oder ein sehr enges T-Shirt, dass Dir die Luft zum Atmen nimmt. Suche Dir angenehme Stoffe und Deine Lieblingsfarben aus, um Dir das regelmäßige Üben – gerade zu Beginn – zu erleichtern.“
Neben bequemer Kleidung brauchst Du im Prinzip nur noch eine gute Yoga-Matte. Achte darauf, dass Deine Yoga-Matte den Öko-Tex-Standard 100 erfüllt. Sehr günstige Matten enthalten eventuell giftige Weichmacher, die Haut und Atemwege reizen können. Du hast das passende Outfit und eine geeignete Matte? Dann kann es losgehen!

Für Yoga brauchst Du nur eine Matte.
Yoga macht Spaß, tut gut und fördert die Gesundheit. Die Wirkung der Asanas, also der körperlichen Yoga-Übungen ist unglaublich vielfältig und geht von Dehnungen über Mobilisation, Kräftigung und Stärkung bis hin zu Atemübungen. Yoga kann Deine Beweglichkeit, Balance, Kraft und Dein Körpergefühl verbessern sowie Verspannungen lösen.

Ganz entspannt: Yoga ist ein ganzheitliches Workout.
Yoga-Anfänger denken oft, es würden sofort komplizierte Verrenkungen auf sie zukommen. Das stimmt aber gar nicht, denn es gibt gerade für Yoga-Anfänger viele Übungen, die einfach zu erklären und leicht auszuführen sind. Wichtig ist immer auf den eigenen Körper zu hören und sich zu Beginn nicht zu überfordern. Michaela Weller empfiehlt, öfters mal eine Pause einzulegen:
“Mach Dir bewusst, dass Yoga auch anstrengend sein kann! Sobald Dein Körper eine Pause verlangt, nimm sie Dir! Es ist völlig in Ordnung eine kleine Weile in Balasana (Kindspose) durchzuatmen und dann erst wieder einzusteigen, wenn Du Dich erholt hast.“
In einem anderen Artikel stelle ich 8 tolle Yoga-Übungen vor, die besonders für Anfänger geeignet sind. Hier geht’s zum Artikel!
Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren – Namasté!
Du möchtest Yoga ausprobieren und direkt loslegen? Bei Gymondo findest Du verschiedene Yoga-Kurse für jedes Niveau mit Anleitungsvideos für die Übungen. In unserem 4-wöchigen Yoga-Programm bekommst Du eine umfangreiche Einführung in die Welt des Yogas.
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