
Der Darm mit seinen Bewohnern, den Darmbakterien, ist ein vollkommen unterschätztes Organ. Gesundheit beginnt im Darm. Er entscheidet darüber, was in unseren Körper bzw. die Blutbahn gelangt (Nährstoffe) und was draußen bleiben muss und wieder ausgeschieden wird (Giftstoffe und Krankheitserreger). Er ist somit die Barriere zwischen Innen- und Außenwelt.
In meinem Artikel “Die Darmflora – Ursache für Unverträglichkeiten und Übergewicht?“, erkläre ich Dir, wieso der Darm sehr viel spannender ist, als Du vielleicht denkst und warum er mit daran beteiligt sein kann, dass Du nicht abnimmst, ständig schlapp oder schlecht drauf bist.

Der Darm und die Darmflora – es lohnt sich beides zu pflegen!
Eine schlechte Ernährung, Medikamente und zu viel Stress können dem Darm und der Mikrobiota (allen Bakterien, die dort wohnen) ordentlich zu schaffen machen. Es kommt zu einem ungünstigen Gleichgewicht zwischen “guten” und “schädlichen” Bakterien und der Darm wird durchlässig für Dinge, die er eigentlich nicht durchlassen sollte.
Ein “angeschlagenes” Immunsystem und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind dabei noch die harmlosen Folgen.
Der Darm hat unsere volle Aufmerksamkeit verdient und wir können ihn dabei unterstützen, wieder ein gesundes Gleichgewicht zu finden. Ich erkläre Dir, was Du tun kannst. Ganz grundsätzlich gilt hierbei das Prinzip:
Den Darm so gut wie möglich bei seiner Verdauungsarbeit unterstützen und dafür sorgen, dass sich dort die richtigen Bakterien wohlfühlen. Schlechte Bakterien sollen vertrieben und gute Bakterien vermehrt werden.
Das gelingt in erster Linie durch Ernährungs-und Lifestyle Veränderungen und kann durch gezielte Prä- und Probiotika Einnahme unterstützt werden.

Gesundheit beginnt im Darm
Je nachdem wie stark Dein Darm bereits in Mitleidenschaft gezogen ist, kann auch eine Darmsanierung sinnvoll sein (ACHTUNG, auf dem Markt kursieren zahlreiche Präparate, die sinnlos sind, da sie zu wenige oder die falschen Bakterien enthalten!). Lasse Dich hier professionell von Ernährungsfachkräften beraten.

gesunde Ernährung für einen gesunden Darm
Eine Darmsanierung besteht meist aus zwei Komponenten:
Probiotika sind lebende “gute” Bakterien:
In Präparaten sollte eine Mischung von beiden und eine Menge von mindestens 10 Milliarden enthalten sein. Durch Probiotikaeinnahme wird das Verhältnis der Darmbakterien verbessert und der Aufbau einer gesunden Darmschleimhaut unterstützt.
Auch fermentierte Lebensmittel enthalten zahlreiche Milchsäurebakterien:
Sie sind das Futter für die guten Darmbakterien und sorgen somit dafür, dass sich diese wohlfühlen und vermehren können. Präbiotische Lebensmittel sind in erster Linie Ballaststoffe wie resistente Stärke, Inulin oder Oligofructose. Diese musst du nicht als isoliertes Präparat einnehmen, sie sind aber auch in vielen Lebensmitteln enthalten:
Wie Du siehst, gibt es eine Menge an Dingen, die Du täglich für Deinen Darm machen kannst. Probiere möglichst viele Tipps umzusetzen und beobachte, ob sich Dein Bauchzwicken und Wohlbefinden verbessert.
Gerade wenn Du ernsthafte Beschwerden hast, solltest Du darüber nachdenken, eine Stuhluntersuchung machen zu lassen. Hiermit lässt sich bestimmen, wie es um Deine Darmbakterien und Gesundheit bestimmt ist.
Obwohl dieses Thema zunehmend an Interesse und Bewusstsein gewinnt, ist es noch lange nicht mit der nötigen Brisanz bei ausreichend Ärzten angekommen. Eigeninitiative kann hier also durchaus sinnvoll sein.

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