
Mit unseren Tipps, Tricks und leckeren Rezepten wird vegane Ernährung selbst für den größten Fleischliebhaber zum Kinderspiel.

Spätestens seit der Netflix-Doku The Game Changers hat der Hype um Veganismus auch die Fitnesswelt gepackt. Der pflanzenbasierten Ernährung werden zahlreiche positive Effekte zugeschrieben, doch die Umsetzung gestaltet sich für viele im Alltag meist schwierig.
Hier erfährst du alles, was du schon immer über vegane Ernährung wissen wolltest, bekommst hilfreiche Tipps für einen veganen Alltag und obendrauf noch unsere 7-tägige vegane Challenge inklusive Ernährungsplan mit Rezeptsammlung.
Und los geht’s mit dem veganen Rundum-sorglos-Paket!

Die Antwort darauf ist relativ simpel: Alles, was nicht vom Tier kommt, ist vegan. Veganismus ist jedoch nicht nur ein Ernährungs-, sondern auch ein Lebensstil. Damit dieser Artikel nicht zu ausufernd wird, beschränken wir uns hier auf die vegane (auch pflanzenbasierte) Ernährung.
Veganismus wird aus verschiedenen Beweggründen praktiziert. Dabei stehen gesundheitliche, ethische oder religiöse Aspekte im Vordergrund. Auch ökologische Beweggründe werden oft aufgeführt. Pflanzenbasierte Ernährung ist nicht nur dem Tierwohl zuliebe umweltfreundlicher, sie verbraucht auch weniger natürliche Ressourcen und produziert weniger Treibhausgase. Abhängig von Produktion, Verpackung und Transport können sich jedoch auch vegane Produkte negativ auf die Ökologie auswirken.

Veganer ernähren sich in der Regel nicht nur bewusster, sondern auch gesünder. Zahlreiche Studien belegen die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung; darunter ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes.
Auch beim Abnehmen kann eine vegane Ernährung helfen: Eine Studie der University of South Carolina ergab, dass Probanden, die sich vegetarisch oder vegan ernährten, durchschnittlich mehr Gewicht verloren als Fleischesser.

Eine gut geplante Ernährung auf Basis von Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Nüssen kann nicht nur die Blutfettwerte, sondern auch die Vitamin- und Mineralstoffwerte im Blut verbessern. Dafür ist es allerdings nötig, dass du dich mit dem Thema Vitamin- und Mineralstoffversorgung auseinandersetzt. Das Klischee der Mangelernährung durch Veganismus ist mittlerweile überholt – trotzdem solltest du auf die Aufnahme bestimmter Nährstoffe achten.
Besonders eine ausreichende Proteinzufuhr stellt für viele Veganer eine Herausforderung da, weil Fleisch- und Milchprodukte meist die Hauptproteinquellen einer omnivoren Ernährung (Omnivore sind “Allesfresser”) Ernährungsweise bilden. Nutze stattdessen Hülsenfrüchte, Soja, Tofu, Nüsse und Fleischersatzprodukte, um deine Proteinzufuhr pflanzenbasiert zu erhöhen.
Vitamin B12 nimmt im Körper eine essenzielle Rolle für Gehirn- und Stoffwechselfunktionen ein. Dein Körper ist zwar in der Lage, B12 über mehrere Jahre hinweg zu speichern, im Gegensatz zu Milchprodukten oder Eiern enthalten pflanzliche Produkte jedoch kaum Vitamin B12. Deshalb solltest du bei einer veganen Ernährungsweise unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr achten – oder Vitamin B12 zusätzlich supplementieren.
Heutzutage gibt es glücklicherweise viele vegane Produkte, denen Vitamin B12 beigefügt wird. Einige Beispiele sind Milchersatzprodukte wie Sojamilch, Säfte oder Müsliprodukte. Zugesetztes Vitamin B12 wird immer auf der Verpackung vermerkt, achte deshalb beim Einkaufen darauf, deinen Bedarf zu decken.
Omega-3 ist eine essenzielle Fettsäure, die wichtig für Herz- und Gehirnfunktion ist und vom menschlichen Körper nicht selbst produziert werden kann. Die meisten Menschen nehmen zu wenig Omega-3 und zu viel Omega-6 zu sich. Zu viele dieser mehrfach ungesättigte Fettsäuren (auch PUFAs, polyunsaturated fatty acids) können das Risiko für viele Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Autoimmunerkrankungen erhöhen. Zwar sind die Wirkungen der einzelnen Fettsäuren im menschlichen Körper komplex, entscheidend ist aber immer das richtige Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. In der westlichen Welt nehmen wir grundsätzlich zu viel Omega-6 und zu wenig Omega-3 zu uns. Dieses Problem betrifft Veganer besonders, da Fisch in unserer Nahrung den Hauptlieferanten von Omega-3-Fettsäuren darstellt.
Achte deshalb darauf, deine Ernährung durch Omega-3-Quellen wie Leinsamen, Leinsamenöl, Chia-Samen und grünes Blattgemüse zu ergänzen, um ein gesundes Verhältnis der Omega-n-Fettsäuren aufrecht zu erhalten.
Veganer sollten auch auf ihre Eisenzufuhr achten. Der menschliche Körper benötigt Eisen, um Sauerstoff im Blut zu transportieren. Eisenmangel äußert sich beispielsweise durch Erschöpfung, Müdigkeit oder Schwindelanfälle. Der Eisenbedarf wird grundsätzlich meist durch rotes Fleisch gedeckt. Ein ausgewogener veganer Speiseplan sollte deshalb Lebensmittel wie Kichererbsen, Linsen, Kidneybohnen, Tofu, Nüsse, Samen, getrocknete Früchte und grünes Blattgemüse enthalten, die auch bei Fleischverzicht für eine ausreichende Eisenzufuhr sorgen.
In dieser Tabelle findest du die nächste Woche über jeden Tag eine Challenge, die dir den Einstieg in eine vegane Ernährung abwechslungsreicher gestaltet. Ernähre dich eine Woche lang vegan und absolviere täglich deine Challenge für zusätzliche Motivation!

Smoothies sind eine tolle Möglichkeit, mehr Gemüse in deine Ernährung einzubauen. Wenn du kein Fan vom Geschmack grüner Gemüsesorten bist, dann sind Smoothies für dich gut geeignet, um deinen Bedarf an Vitamin C, K, Eisen und Ballaststoffen zu decken.
Auf der Suche nach Inspiration? Hier findest du tolle Smoothie-Ideen zum Selbermachen!
Skyr oder Joghurt kannst du übrigens ganz vegan durch Seidentofu ersetzen.
Nüsse sind der perfekte Snack für den kleinen Hunger zwischendurch. Sie sind voll von Protein, Ballaststoffen und gesunden Fetten und halten lange satt, da der Körper länger für die Verdauung benötigt. Probier’s mal mit diesem Rezept!

Zutaten:
500g Mandeln (unbehandelt)
2 Esslöffel Olivenöl (kaltgepresst / extra vergine)
1 Teelöffel feines Meersalz
1 Teelöffel Rosmarin (getrocknet und zerkleinert)
Und so geht’s:
Tofu eignet sich perfekt, um deine veganen Gerichte aufzupeppen. Du kannst ihn für beinahe jedes Pfannengericht verwenden und sogar in Desserts benutzen, da er an sich relativ geschmacksneutral ist. Mit unseren Tofu-Tacos kommen sogar echte Fleischliebhaber auf den Geschmack – garantiert!

Zutaten:
2 Esslöffel Olivenöl (kaltgepresst / extra vergine)
1 Esslöffel Sojasauce (oder Tamari als glutenfreie Alternative)
1 Teelöffel Chilipulver
1/2 Teelöffel Chipotle-Chilipulver
1 Teelöffel Kreuzkümmel (gemahlen)
1/2 Teelöffel Knoblauchpulver
1/2 Teelöffel Zwiebelpulver
500g Tofu, abgetropft und trocken
500g schwarze Bohnen, gespült und abgetropft
200g Salsa
2 Esslöffel Nährhefe
Zum Anrichten:
Tortilla-Fladen (am besten aus Maismehl)
Avocado, Mais, Tomaten, Käse (veganes Ersatzprodukt nach Wahl), Koriander, Salsa oder beliebige Zutaten nach Wahl
Und so geht’s:
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Auf deiner Carb-Liste stehen Kartoffeln, Nudeln oder Reis ganz oben? Wie wär’s mal mit ein wenig Abwechslung? Quinoa ist nicht nur eine großartige Kohlenhydratquelle, sondern eines der interessantesten Superfoods. Quinoa enthält 8g hochwertiges Protein und 5g Ballaststoffe pro 100g und ist noch dazu glutenfrei! Obwohl Quinoa keine Getreidesorte ist, wird sie oft in einem Zug mit Getreide genannt. Neben Quinoa kannst du auch Bulgur, Couscous oder Buchweizen ausprobieren – die Möglichkeiten sind schier endlos!

Zutaten:
200g Quinoa (gespült, trocken)
300ml Wasser
2 Maiskolben (frisch)
150g Paprika (in Würfel geschnitten)
150g Tomaten (in Würfel geschnitten)
50g frischer Spinat (gehackt)
5-6 Blätter frisches Basilikum
Salz & Pfeffer nach Geschmack
Für das Dressing:
2 Esslöffel Avocadoöl
1 Esslöffel Orangensaft
1/2 Zitrone (entsaftet)
1/4 Teelöffel frische Zitronenschale
1 Knoblauchzehe (gehackt)
1 Esslöffel grüne Zwiebel (gehackt)
1/4 Teelöffel Meersalz
1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer
Und so geht’s:
Viele Frühstücksgerichte sind oft echte Zuckerbomben. Pfannkuchen mit Marmelade, Nutellabrot, Cornflakes und gezuckerte Müslis schmecken zwar lecker, enthalten meist jedoch kaum Nährstoffe. Eine Extraportion Zucker ist kein guter Start in den Tag! Wie wär’s stattdessen mal mit einer gesunden Alternative?

Zutaten:
2 Esslöffel Rapsöl oder Öl zum Anbraten
1 kleine Süßkartoffel (200-250g, gewürfelt)
1 Zwiebel (gewürfelt)
1 Paprika (in Scheiben geschnitten)
3 Knoblauchzehen (gehackt)
1 Packung fester Tofu (400g, abgetropft und trocken)
100g Grünkohl (geschnitten)
2 Esslöffel Sojasauce
1 Esslöffel Sriracha-Soße
1 Esslöffel Kreuzkümmel (gemahlen)
1 Teelöffel Kurkuma
Pfeffer nach Geschmack
Und so geht’s:
Vergiss nicht: Offizielle Stellen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen, mindestens 400g (besser 650g) Obst & Gemüse am Tag zu verzehren. Eine solche Menge kannst du leicht erreichen, indem du deine Mahlzeiten mit einer Extraportion Gemüse aufpimpst. Nudeln sind dabei eine großartige Wahl. Mit gehacktem und angebratenem Gemüse wie Zwiebeln, Paprika und Brokkoli verpasst du deiner Pasta einen echten Nährstoffkick.

Zutaten:
500g Vollkorn-Spaghetti
4 Esslöffel Olivenöl
150g Zwiebeln (gehackt)
1 große Zucchini (gewürfelt)
300g gelber Kürbis (gewürfelt)
150g Blattspinat (geschnitten)
3 Knoblauchzehen (gehackt)
1/2 Teelöffel getrockneter Oregano
1/4 Teelöffel Paprikaflocken oder -pulver
2 Esslöffel Tomatenmark
1 Dose (500g) ganze geschälte Tomaten
1 Dose (250g) Röstpaprika (gehackt)
Handvoll frische Basilikumblätter
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Und so geht’s:
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Du hast es fast geschafft! Als Belohnung kannst du eine vegane Happy Hour einlegen, um deine Wochenchallenge zu feiern. Probier’s mal mit dieser zuckerreduzierten Jalapeño Margarita!

Zutaten für 4 Cocktails:
100g Zucker
100ml Wasser
4 bis 6 Scheiben Jalapeño-Paprika (plus mehr zum Dekorieren)
250ml klarer Tequila
125ml Limettensaft
125ml Orangensaft
Eiswürfel zum Servieren
Salz für die Glasränder
Und so geht’s:
Weiter geht’s! Hier ist dein Ernährungsplan für die nächsten 7 Tage. Du musst dich natürlich nicht an ihn halten, kannst ihn aber als Inspiration nutzen, um deine Woche möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Viele der Rezepte kannst du weiter oben finden, andere haben wir für dich verlinkt.

Ernährungsplan für deine vegane Woche (mit klickbaren Rezepten):Download
Tage 1-4:
Go Green Smoothie (Rezept siehe oben)
Tage 5-7:
Tofu-Pfanne (Rezept siehe oben)
Tag 1:
Tag 2:
Tag 3:
Tag 4:
Veggie Quinoa-Salat (Rezept siehe oben)
Tag 5:
Veganer Thai-Salat
Tag 6:
Tomatensuppe + Salat nach Wahl
Tag 7:
Tag 1:
Veggie Burger + Süßkartoffelpommes
Tag 2:
Tag 3:
Tofu-Tacos (Rezept siehe oben)
Tag 4:
Tag 5:
Tag 6:
Veggie Spaghetti (Rezept siehe oben)
Tag 7:
Tage 1-4:
Geröstete Nüsse (Rezept für Rosmarin-Mandeln siehe oben)
Tage 5-7:
Go Green Smoothies (Rezept siehe oben)
Tage 1 und 3:
Apfel mit Nussbutter nach Wahl (Mandelbutter, Cashewbutter, Erdnussbutter etc.)
Tage 2 und 4:
Gemüse nach Wahl mit Hummus (Karotten, Sellerie, Tomate, Gurke)
Tage 5-7:
Geröstete Nüsse (Rezept für Rosmarin-Mandeln siehe oben)
Wie du siehst, muss vegane Ernährung gar nicht kompliziert sein. Wenn dir deine vegane Woche gefallen hat, warum dann aufhören? Du weißt bereits um die vielen Vorteile der vegetarischen und veganen Ernährung und kennst die positiven Auswirkungen auf deinen Körper – also mach doch einfach weiter!
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